Kieser Albrecht: ” Bossing als Mittel der Personalpolitik”

 

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  • Es gibt Anzeichen dafür, dass die Direktorien von medizinischen Einrichtungen in Deutschland Bossing gezielt gegen Spitzenkräfte von Instituten einsetzen, wenn sie diese schließen oder umstrukturieren wollen.

    Die Institutsleitung wird in ein Lager gespalten, welches Versprechungen für die Zukunft bekommt oder bald in Pension geht (also keine mehr hat), und in eines, welches für ersteres zum Abschuss freigegeben wird.

    Was für das zweite Lager dann folgt ist:

    – Entzug von Projekten
    – Verbot des persönlichen Umgangs ihrer Kollegen mit ihnen
    – Ausschluss von Informationen und Seminaren
    – Jede Art von Willkür

    Der zu erwartenden Gegenwehr wird mit der Strategie ‘Anaconda’ entgegengetreten:

    – Ein juristisches Vorgehen gilt als Nestbeschmutzung und ist bundesweit verpönt.
    – Eine Eskalation an die Direktion wird den Mobbern zurückgemeldet und führt ebenfalls postwendend zu einer
    Verschärfung der Gangart
    – Eine Suche nach Beschäftigung anderswo bleibt in diesen Kreisen nicht lange verborgen und führt zu dem Vorwurf, der Betroffene sei offenkundig auf der Durchreise, damit unzuverlässig, ohnehin bald weg etc.

    Fazit: Jede Form von Gegenwehr fällt auf und wird benutzt, um das eigene Mobbing/Bossing zu rechtfertigen und in Folge zu verstärken.

    In der Tat haben Spitzenkräfte aber gute Chancen, in Scharen davon zu laufen und anderswo etwas neues zu finden, bevor sie und ihre Familien finanziell und moralisch zerstört wurden.

    Dieses ist auch so vorgesehen ebenso wie der Umstand, dass das desaströse Betriebsklima und der daraus resultierende Brain-Drain genau das Maß an Obstruktion anrichtet, welches nötig ist, um den Grund für die Schließung des Institutes dem Institut selbst in die Schuhe schieben zu können.

    Wer am Ende also noch übrig geblieben ist – also die Mobber in der Führung sowie diejenigen der mittleren und unteren Hierarchien, welche von ihnen zu Mittätern gemacht wurden – sind nun durch ihr eigenes Tun in einem Maße kompromittiert und angreifbar, dass auch ihre Gegenwehr gegen die längst geplanten Schritte keine Wirkung mehr zeitigen wird.

    Entscheidend ist in diesem Zusammenhang, dass bei dieser Konzeption von Vertragstreue natürlich alles, was noch etwas Verstand im Kopfe hat, auf Distanz geht, bevor überhaupt Gefahr in Verzug kommen kann.

    Bedeutet: Man wird sich in Deutschland als Spitzenkraft schlechterdings nicht mehr bewerben, denn wer würde es schon sich und seiner Familie zumuten, von heute auf morgen in jeder nur erdenklichen Weise fertig gemacht zu werden, nur weil der eigene Vertrag ja auf konventionellen Wegen nicht ‘kündbar’ sei.

    Besonders auffällig ist in diesem Zusammenhang, dass die Generation der geburtenstarken Jahrgänge derzeit in unserem Lande das Zepter führt. Diese wurden von den 68-gern ‘sozialisiert’ indem man ihnen an den höheren Bildungseinrichtungen einimpfte, alles – aber auch wirklich alles – kritisch und ethisch zu hinterfragen. Dass diese Form von aufgeklärter Bildung offenkundig nichts an der mentalen Verseifung unserer Eliten zu verhindern wusste, die heute rüder auftrumpft denn je, *das* ist das eigentliche Rätsel.

    – Warum sehen die Angestellten dieser Institute nicht den Plan dahinter?
    – Warum gibt es für die gescheitesten Köpfe im Lande kein Mittel mehr, sich gegen Bossing zu wehren?
    – Warum nimmt sich die Politik und die Legislative nicht der Problematik dieser Art von Gängelung an? In Frankreich etwa stehen auf solche Vergehen hohe Geld- und Haftstrafen.

    Fragen über Fragen…

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